Begeisterte Musikerin und Pädagogin aus Leidenschaft

Ana Maria Gramacho-Narloch leitet die Frühmusik beim MVN im 20. Jahr

20 Jahre Tätigkeit in der Blasmusikschule des MV Neuburgweier – auf dieses stolze Jubiläum darf Ana Maria Gramacho-Narloch nun zurückblicken. Die gebürtige Brasilianerin, die in Goiânia Schulmusik und Klavier studiert hat, führt seit zwei Jahrzehnten mit ihrer frühmusikalischen Förderung bereits die Jüngsten an die Musik heran, und trägt damit wesentlich zur erfolgreichen Nachwuchsarbeit des Musikvereins bei. Angefangen hat dies alles mit einer folgenreichen Begegnung zwischen ihr und Klaus Schwarz auf dem Weierer Oktoberfest 1995: Gerade aus Brasilien nach Deutschland gekommen, nahm Ana Maria Gramacho-Narloch das Angebot des Vorsitzenden des MVN, die Frühmusik zu  leiten, gerne an – der Beginn einer Erfolgsgeschichte, die bis heute andauert.

Schon während ihrer musikalischen Ausbildung am Konservatorium und später an der Universität in Goiânia hat die leidenschaftliche Pädagogin ihre Begeisterung für die Arbeit mit Kindern entdeckt. Ihre Tätigkeit an der dortigen Musikschule Musika centro de estudos bezeichnet sie selbst als große Bereicherung, die sie auf ihrem Weg zur Musiklehrerin weit nach vorne gebracht habe. Als sie ihren Lebensmittelpunkt nach Deutschland verlegte, hat sie gar auf eine Dozentenstelle in Brasilien verzichtet. Bereut hat sie diesen Schritt nie: Sie finde große Erfüllung in ihrer musikalischen Arbeit mit Kinder, so die Ausbilderin, die auch schon bei zahlreichen Gelegenheiten in Rheinstetten als Pianistin zu erleben war. Besonders schön sei es auch, wenn immer wieder ehemalige Schülerinnen und Schüler auf sie zu kommen und begeistert auf den Unterricht bei ihr zurückblicken. Gemäß ihrem Motto "Wenn man mit Überzeugung dabei ist, dann werden Türen geöffnet." engagiert sie sich auch bei der musikalischen Ausbildung der Kinder an der Rheinwald-Grundschule und in Ensembles wie der Rubato Family, einer Gruppe von Musikerinnen und Musikern aus der Region.

Um die Qualität ihres Unterrichts weiter zu verbessern und andere pädagogische Konzepte kennen zu lernen, nimmt Ana Maria Gramacho-Narloch seit vielen Jahren regelmäßig an Fortbildungen teil, zum Beispiel beim Studio Rhythmik in Karlsruhe. Oftmals geht es dabei um Fragestellungen, die direkt bei der Arbeit mit Kindern angewendet werden können. Zum Beispiel werden Themen wie Liedbegleitung für Kinder oder die musikalische Gestaltung von Texten und Gedichten behandelt. Auf Vorschlag von Doris Wesserling, der Schulleiterin der Rheinwald-Grundschule, hat sie auch das Unterrichten der Blockflötenklassen übernommen, einem Projekt, das vom Musikverein Neuburgweier initiiert wurde. Damit verkörpert Gramacho-Narloch wie kaum jemand die enge Kooperation zwischen der Grundschule in Neuburgweier und dem Musikverein, und hat wesentlichen Anteil an deren Erfolg. Nicht zuletzt beruht die ergebnisreiche Zusammenarbeit auch auf dem sehr guten Vertrauensverhältnis zwischen allen Beteiligten. Herzlichen Dank für die letzten zwanzig Jahre, wir freuen uns auf weitere tolle Jahre!

20 Jahre Frühmusikalische Förderung -  ein Statement

Für mich war die frühmusikalische Förderung der Einstieg in eine äußerst abwechslungsreiche und bereichernde musikalische Laufbahn. Durch die Förderung des MV und das  Gefordert sein durch meine Eltern konnte ich mich kontinuierlich musikalisch weiter entwickeln.

Durch die Musik bin ich mit dem Sinfonischen Blasorchester des Badischen Konservatoriums nach Chile geflogen, in den USA war ich Teil einer Marching Band. Mit dem MVN war ich in Navarrenx/Frankreich und Vecses/Ungarn  und durfte Gemeinschaft und Zusammenhalt durch die Musik auf eine besonders intensive Art erleben.

Vor allem aber ist die Musik und insbesondere der Musikverein Neuburgweier ein Anker in die Heimat und ich bin auch heute, 20 Jahre nach der frühmusikalischen Förderung, gerne Teil des Vereins. In diesem Sinne, danke Anna-Maria für diese Grundsteinlegung. Lucas Schwarz 

20 Jahre Frühmusikalische Förderung

Kleine Schritte, große Wirkung

Seit vielen Jahren unterrichtet Ana-Maria Gramacho-Narloch die Erst- und Zweitklässler an unserer Schule in einer Flöten-AG. Diese wird im Rahmen der Kooperation vom Musikverein finanziell und ideell unterstützt.

Unsere Erstklässler kommen jedoch nicht unvorbereitet in die Schule – ein großer Teil von ihnen hat schon eine zweijährige musikalische Früherziehung bei Ana-Maria genossen.

Beim Flötenspiel werden nicht nur musikalische Fähigkeiten geschult, sondern auch die kindliche Neugier und Lernbereitschaft weiter gefördert.

Ab der 3. Klasse haben die Kinder die Möglichkeit ihr Erlerntes in einem kleinen Orchester, dem sogenannten Instrumentalkreis der Schule in die Gemeinschaft einzubringen. Im Zusammenspiel von Orff- und Rhythmusinstrumenten, Flöten und vielen weiteren Instrumenten erfahren die Kinder sehr schnell, dass man auch mit wenigen Tönen eine große Wirkung erzielen kann.

Ein herzliches Dankeschön an Ana-Maria Gramacho-Narloch, die durch ihre liebenswürdige Art und ihre methodische Kompetenz unsere Schule in all den Jahren in unserem musisch-kulturellen Profil auf vielfältige und fachlich kompetente Weise unterstützt hat. (Text: Doris Wesserling)

Feuerwerk der Blasmusik

Konzert aller drei Rheinstettener Musikvereine

"Wir sind Rheinstetten. Und das feiern wir." So lautet das Motto einer Reihe von Veranstaltungen zu 40 Jahre Rheinstetten, das auch die Musikvereine Forchheim, Mörsch und Neuburgweier für ihr Gemeinschaftskonzert anlässlich des Stadtjubiläums aufgegriffen haben.  Mehr als 100 Musikerinnen und Musiker unterhielten am Samstag die zahlreichen Besucher in der Zelthalle in Neuburgweier mit einem kurzweiligen und abwechslungsreichen Programm, das die ganze Vielfalt der Blasmusik aufzeigte. Fast 300 Jahre Vereinsgeschichte seien auf der Bühne, sagte Moderator Philip Bennewirtz und kündigte ein Feuerwerk der Musik an, in dem jeder Musikverein seine individuelle Stärke präsentieren konnte.

 

Den Auftakt machten die Gastgeber des MV Neuburgweier, dessen Vorsitzender Klaus Schwarz auch die Idee zu dem Abend hatte. Unter Leitung von Alexander Heinz stimmte das Orchester das Publikum, in dem sich auch zahlreiche Vetreter der Stadt und Ehrenbürger befanden, mit dem Marsch "The Washington Post" auf das folgende Programm ein. Schostakowitsch war genauso vertreten wie Glenn Millers Big-Band-Sound, bevor der MVN den ersten Konzertteil mit Latino-Klängen von Santana abrundete.

 

Schülerorchester und Hauptorchester des MV Harmonie Forchheim bildeten zusammen ein Ensemble, das seinen Auftritt schwungvoll mit der Titelmusik aus der Serie "Hawaii Five-0" begann. Daneben zeigte das Orchester sein Können auch bei ruhigeren Songs von John Denver oder John Miles. Für den ungarischen Csárdás von Vittorio Monti wechselte Dirigent Alwyn Westbrooke den Taktstock gar gegen die Violine.

 

Der MV Mörsch spannte den Bogen vom Marsch "Arsenal" über Hits der 1980er Jahre bis hin zu "Beyond the Sea".  Inspiriert von einer Zugfahrt entlang der Mittelmeerküste komponierte Charles Trenet dieses Stück, das auch in "Findet Nemo" Einzug fand. Mit einem Ausflug in die Flower-Power-Zeit mit den Les Humphries-Singers verabschiedete sich Dirigent Stefan Mußler mit diesem Konzert aus Rheinstetten.

 

Nach dem großen Finale, bei dem alle Mitwirkenden auf die Bühne kamen und "Skyfall ", die Schnellpolka "Unter Donner und Blitz" und als Abschluss natürlich das Badnerlied zum Besten gaben, sorgten die Seniorenbläser "Fünfzig plus" für Unterhaltung. Die tolle Atmosphäre lud zum Verweilen ein bei Bewirtung durch den MVN, was viele der Besucher auch gerne als Gelegenheit zum Feiern und für einen anregenden Austausch annahmen.  Gerade durch die Anschaffung des Bühnenmolltons konnte die Akustik und das Ambiente in der Zelthalle deutlich aufgewertet werden.

In der Vielfalt des Konzerts spiegelte sich auch der Charakter Rheinstettens wider. Jeder Musikverein setzte individuelle Akzente, was sich zu einer Einheit zusammenfügte: Rheinstetten. Nicht nur die musikalische Qualität, sondern auch die gute Jugendarbeit, die sich in den vielen jugendlichen Teilnehmern zeigte und die die Weiterentwicklung der Orchester erst ermöglicht, sind ein Aushängeschild unserer Stadt, ganz nach dem Motto: Wir sind Rheinstetten. Und das können wir!

 

Gemeinschaftskonzert wird Höhepunkt

Musikverein Neuburgweier setzt auf intensive Jugendförderung

Eine engagierte Jugendarbeit ist ein wesentlicher Kernpunkt in der Arbeit des Musikvereins Neuburgweier. Dies machte Vorsitzender Klaus Schwarz in seinem Bericht auf der Mitgliederversammlung deutlich. Besonders die Kooperation mit der Rheinwald-Grundschule bezeichnete er als wichtigen Pfeiler für eine nachhaltige Entwicklung des Vereins. Zwar sei viel Engagement erforderlich, um Kinder für die Musik zu begeistern, doch Qualität, Zuverlässigkeit und Präsens vor Ort seien Kriterien, die von den Eltern hoch eingeschätzt würden. Auch bei einem Betreuungskonzept für die Grundschüler werde sich der Musikverein gerne einbringen. Nur so könne der Schulstandort Neuburgweier auf lange Sicht erhalten bleiben.

Den Erwerb von Räumlichkeiten im Haus der Vereine nannte Schwarz einen zukunftsweisenden Schritt, der auch neue Möglichkeiten eröffne, um Traditionen und Kultur zu pflegen und zu vermitteln. Außerdem bedankte sich Schwarz bei allen Festhelfern, Musikerinnen und Musikern, ohne deren Einsatz viele Aktivitäten nicht möglich gewesen wären.

Einen Ausblick auf das kommende Vereinsjahr gab Dirigent Alexander Heinz. Das Gemeinschaftskonzert der Rheinstettener Musikvereine am 9. Mai in der Festhalle in Neuburgweier stelle den ersten musikalischen Höhepunkt dar. Unter dem Motto "Wir sind Rheinstetten" werden sich dabei die Musikvereine aus Mörsch, Forchheim und Neuburgweier präsentieren. Anlass für dieses außergewöhnliche Projekt – das letzte Gemeinschaftskonzert liegt bereits fünfzehn Jahre zurück – ist das 40-jährige Stadtjubiläum Rheinstettens. Heinz begrüßte auch die Aufnahme von neuen Musikerinnen und Musikern ins Hauptorchester. "Da sitzt ganz viel Potenzial", so seine Einschätzung zu den Jugendlichen, die beim Gemeinschaftskonzert ihren ersten großen Auftritt erleben werden.

Als weitere musikalische Herausforderung bezeichnete Heinz das Open-Air-Konzert auf dem Karlsruher Friedrichsplatz am 17. Mai im Rahmen des Musikfestes Baden-Württemberg. Er freue sich auf die tollen Veranstaltungen, forderte aber gleichzeitig mehr Zuverlässigkeit beim Probenbesuch von Seiten der Musikerinnen und Musiker ein. Dies sei besonders notwendig, da einige Stücke an die Leistungsgrenze des Orchesters gingen.

Kassenverwalterin Sandra Gräbner konnte eine gute Bilanz vorlegen, die von hohen Ausgaben für die Jugend geprägt war. Anschließend wurde die Verwaltung einstimmig durch die Mitglieder entlastet.

In langer Tradition zeichnete Musikervorstand Stefan Blaß zum Abschluss zahlreiche Musikerinnen und Musiker für ihren zuverlässigen Probenbesuch mit dem bronzenen, silbernen und goldenen Musikerbrief aus.

Neue Gesichter im Hauptorchester

Unser Klarinettenregister darf sich über Nachwuchs freuen: Laurin Schneider, Philipp Martin und Daria Priebel proben seit einigen Wochen fleißig zusammen mit den anderen Musikerinnen und Musikern des Hauptorchesters. Der erste Auftritt steht auch schon bald bevor: Beim Gemeinschaftskonzert mit den Musikvereinen aus Mörsch und Forchheim am 9. Mai werden die junge Klarinettistin und ihre beiden Registerkollegen ihr Bühnendebüt im Hauptorchester geben. Stellen, die geprobt werden müssen, gibt es zur Genüge, besonders da die Klarinette oft die führende Stimme im Orchester übernimmt. Nicht nur in traditionellen Polkas, sondern auch in modernen Stücken oder klassischen Werken spielt die Klarinette mit ihrem unverwechselbaren Klang und großen Tonumfang eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Melodie. In diesem Sinne wünschen wir euch weiterhin viel Spaß mit eurem Instrument im Hauptorchester.

 

Die Querflöten verleihen dem Orchester die Oberstimme und veredeln dadurch den Orchesterklang. Wegen der oft hohen Lagen erfordert das Flötenspiel neben der gedanklichen Fortführung der Notenschrift durch Hilfslinien auch eine besondere Fingerfertigkeit. Durch das Überblasen entstehen Töne, welche der Flöte zu ihrem unverwechselbaren Klangbild verhelfen. Anna Lauber und Lena Ferwagner haben besondere Begabungen für dieses Instrument und dessen Herausforderungen. Durch Caroline Weiler, unterstützt von Lena Sayer, wird die musikalische Kompetenz unserer neuen Musikerinnen ständig weiterentwickelt. Beide haben das JMLA in Bronze mit überdurchschnittlichem Erfolg bestanden. Wir sind echt stolz, nun zwei weitere sehr talentierte und begabte Flötistinnen in unserem Orchester zu haben, und heißen euch herzlich willkommen!

Glückwünsche

Mit Pauken und Trompeten gratulierte der MV seinem Vereinsmitglied Kurt Roth zum 80.Geburtstag. Das Hauptorchester konnte im Kreise zahlreicher persönlicher Freunde, Wegbegleiter sowie der Familie dem Jubilar musikalische Glückwünsche überbringen. Vorsitzender Klaus Schwarz danke Kurt Roth für seine Verbundenheit mit dem MV Neuburgweier. Er sei immer ganz nah bei den Menschen, Bürgern und den Vereinen in Rheinstetten sowie in besonderer Weise beim MVN. Diese Haltung lebe er authentisch und echt, sowohl während seiner Amtszeit als Bürgermeister als auch darüber hinaus. Diese Einstellung sei ein Konzept, welches sein Leben präge und ihm viel Respekt einbringe, so Schwarz in seinem Grußwort. Kurt Roth bedankte sich für das dargebrachte Ständchen und bemerkte, dass er bei der Vielzahl von Vereinen in Rheinstetten nur in wenigen Mitglied sein kann, sich wie so oft im Leben aber für das Besondere entschieden hat.

Neue Gesichter im Hauptorchester

Ein tolles Register bilden unsere Saxophone. Mit Jan Niklas Potche, Jonas Kaiser und Larissa Hurst erhält unser Saxophonregister einen starken Zuwachs. Zehn Saxophonisten prägen nun den Klangkörper unseres Orchesters mit dem ganz spezifischen Sound des Bariton-, Tenor- und Altsaxophons maßgeblich mit, und machen damit das Saxophon zu einem der beliebtesten Instrumente. Unsere neuen jungen Musiker haben im Rahmen der Workshops der Rheinwaldschule die Liebe zu ihrem Instrument entdeckt. Nach 3-jährigem Einzelunterricht und zwei Jahren im Diák-Orchester haben sie nun den nächsten Schritt in das Hauptorchester getan. Alle drei haben das Niveau des Bronzenen Leistungsabzeichens erreicht, was bei Larissa Hurst durch das Ablegen der dafür vorgesehenen Prüfung nochmals mit einer Urkunde ausgedrückt wurde. Ihre großen Musikkameraden führen die neuen Musiker behutsam in die Welt des Hauptorchesters ein. Und sorgen dafür, dass sie bei all den großen und kleinen Themen eine gute Begleitung erfahren.

Unser cooles Schlagzeugregister freut sich über Zuwachs: Engelbert Landhäußer, Sören Hauser und Fabian Wessbecher werden nun von Christoph Sautter unterstützt, dem neuen Mitglied in ihren Reihen. Auf Grund der guten Besetzung ist es möglich, Drumset, Pauken, Stabspiele, Percussion und Große Trommel entsprechend der gespielten Literatur gleichzeitig einzusetzen. Dadurch lernen unsere Schlagzeuger alle Instrumentengattungen ihres Registers im praktischen Einsatz kennen. Im Laufe der Probearbeit beherrschen sie eine Vielzahl unterschiedlicher Schlaginstrumente und eignen sich dadurch Flexibilität und eine breitgefächerte musikalische Kompetenz an, weshalb sie sich alle gegenseitig vertreten können. Im Kreise der Rhythmusgeber und der Orchestergemeinschaft heißen wir Christoph herzlich willkommen.

In den nächsten Ausgaben von Rheinstetten Aktuell stellen wir die Musiker/innen vor, welche in diesem Jahr in das Hauptorchester aufgenommen werden. Der musikalische Bildungsansatz des MV strebt eine recht frühe Integration in das Hauptorchester an. Grundlage hierfür ist das Ausbildungskonzept, das die Schüler schon früh an das Zusammenspiel in einem Orchester heranführt. Die enge Verzahnung mit der Rheinwaldschule, welche die musikalische Bildung in ihrem Schulprofil flankierend fördert und begleitet, bildet eine wichtige Rahmenbedingung. So freuen wir uns mit dem Registerführer im Trompetensatz, Joseph Kurcz (Jahrgang 1950), nun Jannes Faller (Jahrgang 2004) willkommen heißen zu dürfen. Unterstützt wird Jannes durch seinen Trompetenlehrer Mario Pepelko.

Mein Instrument – eine Liebe fürs Leben

Instrumentenworkshops – ein Angebot des Musikvereins Neuburgweier für die Drittklässler der Rheinwald-Grundschule

Bereits von der ersten Klasse an werden die Schüler der Rheinwald-Grundschule mit dem Zauber der Musik auf besondere Weise vertraut gemacht. Ein Flötenkurs, angeboten vom Musikverein Neuburgweier, bietet den Erstklässlern einen spielerischen und doch intensiven Einstieg in die Welt des Musizierens. Ganz professionell werden die Kinder in kleinen Gruppen von Ana-Maria Gramacho-Narloch in die Kunst des Notenlesens eingeführt und haben ganz nebenbei jede Menge Spaß beim Flöte spielen. Am Ende der zweiten Klasse präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihr Können sogar vor allen Rheinwald-Schülern und empfangen stolz ihre Urkunde.
Zu Beginn der dritten Klasse stellen dann die Ausbildungslehrer des Musikvereins ihre Instrumente vor. Was es da nicht alles zu entdecken gibt! So viele verschiedene Instrumente und alle dürfen die Kinder selbst ausprobieren! Schnell kommt Begeisterung auf, wenn man den Instrumenten die ersten Töne entlocken kann. Das Feuer der Begeisterung ist entfacht, aber ob es nur ein Strohfeuer ist, oder ob mit dem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und in die Möglichkeiten des Instrumentes auch eine Liebe entsteht, die ein Leben lang hält, das wird sich erst zeigen müssen.
Deshalb dürfen die Kinder nun mehrere Wochen lang die von ihnen gewählten Instrumente in kleinen Gruppen gemeinsam ausprobieren. In diesen Workshops können die Kids dann handelnd erfahren, was es heißt, sich ein Instrument vertraut zu machen. Da sie die Instrumente sogar mit nach Hause nehmen dürfen, lernen sie auch, Verantwortung zu übernehmen. Sie erfahren, dass ein gepflegter Umgang und regelmäßiges Üben eine wesentliche Voraussetzung dafür ist, dass die Liebe zum Instrument wachsen und gedeihen kann.
Nach der zweiten Workshop-Runde müssen sich die Kinder schließlich entscheiden: Möchte ich wirklich weiter machen? Ist meine Begeisterung ungebrochen und wenn ja, wohin zieht mich meine Liebe zur Musik? Welches Instrument passt zu mir und mit welchem Instrument bin ich am besten vertraut?
Unterstützt werden die Schüler bei ihrer Entscheidungsfindung natürlich durch ihre Eltern, durch die Musiklehrer, durch Klaus Schwarz vom Musikverein und von schulischer Seite.
Ein herzliches Dankeschön möchten wir an dieser Stelle an die Verantwortlichen und Ausbilder des Musikvereins Neuburgweier aussprechen, die dieses Angebot finanziell und mit viel Idealismus unterstützen. Wer nicht weiß, was Begeisterung für ein Instrument bedeutet, der kann es hier sehen. Ein besonderer Dank auch an die Schulstiftung, die die Anschaffung der Instrumente fördert und damit eine wichtige Voraussetzung für solche Projekte schafft.
Mögen noch viele Kinder der Rheinwald-Grundschule ihre „Liebe fürs Leben" und für die Musik entdecken und ganz nebenbei lernen, dass es sehr erfüllend sein kann, Verantwortung zu übernehmen.

 

(Text: Doris Wesserling und Lilia Alkemper)

Glückwünsche

Das HO gratulierte  Harald Neu musikalisch zu seinem 50. Geburtstag. In der aufwändig dekorierten Festhalle konnte Harald zahlreiche Glückwünsche seiner Gäste entgegennehmen. Stars aus Hollywood, so die Überschrift seiner Geburtstagsfete, gaben sich  in tollen Kostümen ein Stelldichein.

40 Jahre musiziert Harald Neu mittlerweile beim MV Neuburgweier und ist als großer Freund volkstümlicher Blasmusik sich treu geblieben. Er freue sich, dass so viele Musiker mit Vizedirigent Mario Pepelko sich für ihn an diesem Abend Zeit genommen haben, so Harald in seiner Begrüßung. Das HO bedankt sich an dieser Stelle nochmals für den schönen Abend, das tolle Ambiente und für die hervorragende  Bewirtung.

Das Hauptorchester gratulierte am Montag seinem Schlagzeuger Fabian Wessbecher musikalisch zum 18. Geburtstag. Für den anschließenden Umtrunk sagen wir an dieser Stelle Fabian nochmals herzlichen Dank.

Vorsitzender K. Schwarz überbrachte der Schulleiterin Doris Wesserling die Glückwünsche des MV zu ihrem 50. Geburtstag.  Doris Wesserling sei ein Garant für Kontinuität in der Kooperation zwischen der Rheinwaldschule und dem MV. Durch ihre Offenheit und Weitsicht  ist sie eine Gestalterin in der musischen Bildungsarbeit ihrer Schule. Der MV freue sich, dass dadurch vielen  Schülern  ein  musikalisches Bildungsprofil zugänglich wird, so K. Schwarz in seinen Grußworten.

MV Neuburgweier zieht ins Haus der Vereine ein

Das Haus der Vereine am Festplatz in Neuburgweier hat nun mit dem Musikverein einen weiteren Nutzer. Am vergangenen Donnerstag, den 08.01.2015, unterzeichneten Vorsitzender Klaus Schwarz und Jörg Fahrner sowie Raphael Eich als Vorstände der Weierer Geißböck einen Vertrag, der dem Musikverein die Nutzungsrechte für einen Teil des Gebäudes überschreibt. Die Vertragslaufzeit und das Entgelt orientiert sich dabei am Erbbaurechtsvertrag, den die Weierer Geißböck mit der Stadt Rheinstetten geschlossen haben. Klaus Schwarz bedankte sich für die vertrauensvollen und Ergebnis orientierten Gespräche, die dem Vertragsabschluss vorausgegangen seien. Zunächst werde der MV das Gebäude vorwiegend für Lagerzwecke einsetzen, mittelfristig seien aber auch weitere Nutzungsmöglichkeiten geplant. Schwarz betonte, dass das Haus der Vereine zusammen mit dem zentralen Festplatz, dem Festzelt und der Festhalle einen wichtigen Begegnungsort darstellt, der Menschen zusammenbringen könne und die Vereine bei ihren gesellschaftlichen Aufgaben unterstütze. Im Vordergrund stehe das Miteinander. Für die Realisierung des Hauses der Vereine und die wohlwollende Haltung bedankte sich Schwarz insbesondere beim Gemeinderat und der Stadtverwaltung, die durch Ortsvorsteher Gerhard Bauer und OB Sebastian Schrempp vertreten waren.
Auch die Weierer Geißböck begrüßten den Vertragsabschluss. Die Nutzung dieses Hauses betreffe mehrere Generationen, so Fahrner, und stelle damit einen bedeutenden Schritt für die Zukunft der Vereine dar. Außerdem freue er sich, dass nun ein weiterer langfristiger Nutzer für das Haus der Vereine gefunden sei und es damit seinem Namen gerecht werde.