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Swing-Klassiker zum Ortsjubiläum

Big Band des MV Spielberg gibt Benefizkonzert in Neuburgweier

Außergewöhnliche Ereignisse habe es im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten 800 Jahre Neuburgweier schon mehrfach gegeben, mit diesem Konzert komme ein weiterer Höhepunkt hinzu, so Markus Drescher vom Musikverein Neuburgweier in seiner Begrüßung zum Benefizkonzert der Big Band des MV Spielberg zugunsten der Rheinwald-Grundschule in der recht gut besuchten Festhalle. Dass dieser Samstagabend am 11. Mai etwas aus dem Rahmen dessen fällt, was man in Neuburgweier sonst kulturell geboten bekommt, wurde schnell klar. Zum einen war mit der Big Band aus Spielberg eine originelle Formation zu Gast, die unter der Leitung ihres Dirigenten und Baritonsaxophonisten Steffen Unser – er dürfte dem Publikum auch als musikalischer Leiter des hiesigen Musikvereins bekannt sein – mit hohem musikalischem Niveau und einem ausgewogenen Gesamtklang überzeugte. Die Stückauswahl andererseits orientierte sich stilgemäß an der Epoche der großen Big Bands und Swing-Legenden wie Glenn Miller, Count Basie und Frank Sinatra. Lässig-leicht, aber immer mitreißend wie die Musik führte Sänger und Conférencier Christian Romoser aus Bad Herrenalb durch das Programm „Swing when you‘re singing“.

Mit der „Moonlight Serenade“ von Glenn Miller eröffneten die Musikerinnen und Musiker aus Spielberg den Abend gleich mit einem zeitlosen Klassiker. Die angenehm weiche Stimme von Christian Romoser harmonierte auch wunderbar mit dem Chanson „Beyond the Sea“, lyrisch untermalt vom Saxophonsatz, während die Trompeten und Posaunen mit kräftigen Einwürfen den Drive des Stückes unterstützten. Es folgten „Ain‘t That a Kick in the Head“ von Dean Martin, dem Romoser kurzerhand verschmitzt eine deutsche Abstammung als Detlev Martin andichtete, und weitere wohlbekannte Melodien wie „A String of Pearls“ und „Stompin‘ at the Savoy“. Doch gute Bigband-Literatur ist nicht nur jenseits des Atlantiks zu finden. Dies wurde spätestens mit dem Medley von Stücken von James Last deutlich, durch das sich viele Zuhörer an vergangene Fernsehabende erinnert haben dürften. „Fly Me to the Moon“ darf bei einem solchen Programm nicht fehlen. Es war die erste von mehreren Sinatra-Nummern, bei denen Christian Romoser seinen ganzen musikalischen Ausdruck zur Geltung bringen konnte. Mit dem „Saint Louis Blues“ präsentierte das Orchester vor der Pause noch einen Evergreen aus der Frühzeit des Jazz.

 

Den Auftakt zur zweiten Hälfte bildete einmal mehr Frank Sinatra mit „New York New York“. „Tuxedo Junction“ und „Harlem Nocturne“ waren weitere Titel, die so manchen Fuß zum Mitwippen animierten. Schwungvoll wurde es noch einmal mit dem Marsch „American Patrol“, bevor in „Jumpin at the Woodside“ von Count Basie und „Have You Met Miss Jones“ noch einmal verschiedene Instrumentalsolisten brillieren konnten. Das offiziell letzte Stück führte zurück nach Deutschland zu Kurt Weill, der mit seinem Lied über Mackie Messer für Bertolt Brechts Dreigroschenoper einen Klassiker geschaffen hat, der aus der Jazz-Musik nicht mehr wegzudenken ist. Interpretiert wurde es in der englischen Version „Mack the Knife“. Das Publikum war begeistert. Erst nach drei Zugaben und mehrfachen stehenden Ovationen wurde die Big Band aus Spielberg entlassen. Markus Drescher, Vorsitzender des MVN, dankte allen Mitwirkenden, insbesondere Steffen Unser, der durch seine Initiative und sein Engagement bei der Organisation dieses Ereignis erst ermöglichst hatte. Sämtliche Spendeneinnahmen abzüglich der Miet- und Nebenkosten sowie die Einnahmen aus dem Pausenverkauf kommen der Grundschule in Neuburgweier zu Gute. Alfred Hesselschwerdt, der Vorsitzende des MV Spielberg, bedankte sich ebenfalls für die Einladung, ihre Musik in Neuburgweier präsentieren zu dürfen und überreichte dem anwesenden kommissarischen Schulleiter Thorsten Gormanns gleich noch eine weitere Spende des MV Spielberg für die Kinder der Grundschule. Thorsten Gormanns nutzte die Gelegenheit, um ebenfalls Steffen Unser und seiner Big Band ein herzliches Dankeschön auszusprechen, und kündigte an, die Spenden für Musikinstrumente für die musische Ausbildung der Kinder einzusetzen.

Allen Besucherinnen und Besuchern sei noch einmal für das Kommen und für die großzügige Spendenbereitschaft gedankt.

Mitgliederversammlung des Musikvereins Neuburgweier 1927 e.V.

Musikalische Weiterentwicklung des Orchesters – auch dank guter Jugendarbeit

Am 18. März durfte der erste Vorsitzende des Musikvereins Neuburgweier 1927 e.V. Markus Drescher die anwesenden Mitglieder zur diesjährigen Mitgliederversammlung recht herzlich begrüßen. Zunächst wurde der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder gedacht, ehe Vorsitzender Drescher in seinem Rechenschaftsbericht auf die Entwicklung des Vereins seit der letztjährigen Versammlung zurückblickte und feststellte, dass die gesetzten Ziele erreicht worden seien und der Verein somit auf einem guten Weg sei. So liegen ihm insbesondere die musikalische Weiterentwicklung der Orchester als auch eine intensive Jugendarbeit, welche er als wichtige Säule des Musikvereins sieht, am Herzen, um den Verein zukunftsfähig zu machen.

 

Detailliert ging Drescher nochmals auf die musikalischen Highlights ein. Zum ersten Mal fand das Jahreskonzert des Musikvereins 2018 in der neu gestalteten Aula des Schulzentrums in Rheinstetten statt. Wurde dies anfangs noch sehr kritisch gesehen, seien sich im Anschluss alle Beteiligten einig gewesen, dass es ein voller Erfolg war. Sowohl die Vorteile der neuen Örtlichkeit als auch die Stückauswahl hätten zu einem Gelingen beigetragen. Anfang dieses Jahres gab der Musikverein ein Festkonzert anlässlich des diesjährigen Ortsjubiläums „800 Jahre Neuburgweier“ in der St. Ursula Kirche in Neuburgweier. Beide Konzerte hätten auch nur durch den unermüdlichen Einsatz des Dirigenten Steffen Unser und der Bereitschaft der Musiker, auch mal einen Samstag für einen Probetag zu nutzen, gelingen können, so Drescher weiter. Dies zeige, dass ein guter Sinn für Zusammenhalt im Verein vorhanden ist. Beide Konzerte seien musikalisch herausfordernd gewesen, hätten das Orchester aber auch große Fortschritte erzielen lassen.

 

Auch die Schüler des Jugendensembles unter der Leitung von Charlotte O’Dell bekommen bei Konzerten und diversen anderen Auftritten regelmäßig die Möglichkeit, ihr musikalisches Können zu präsentieren. Die enge Kooperation mit der Rheinwald-Grundschule wird auch nach der Neubesetzung der Schulleitung fortgeführt. So sind aus einem Instrumentenworkshop im Februar neue Anmeldungen für die Instrumentalausbildung hervorgegangen. Zudem konnte eine neue Blockflötenbläserklasse ins Leben gerufen werden.

 

Abschließend ging Drescher noch auf die kommenden Aktivitäten ein. Am 6. Oktober 2019 wird der Musikverein wieder ein Jahreskonzert veranstalten, diesmal unter dem Motto „Für jeden Ebbes“. Ein weiteres Highlight wird das Festwochenende zum Ortsjubiläum in Neuburgweier Ende Juni sein. Für nächstes Jahr ist zudem ein Besuch des Musikvereins Vecsés geplant. Bereits letztes Jahr gab es anlässlich des 900-jährigen Ortsjubiläums der ungarischen Partnerstadt Vecsés und dem 25-jährigen Bestehen der offiziellen Städtepartnerschaft zwei Treffen, durch welche die freundschaftlichen Beziehungen der beiden Musikvereine weiter gepflegt und intensiviert werden konnten.

 

Schriftführer Kevin Drescher ging in seinem Bericht auf die zahlreichen Auftritte der Orchester und Ensembles des Musikvereins ein. Dabei ist festzuhalten, dass der Musikverein an einer großen Anzahl unterschiedlicher Festlichkeiten mitgewirkt hat und ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Neuburgweier ist. Drescher gab auch einen Überblick über die Mitgliedszahlen. Mit 324 Mitgliedern konnte der Musikverein seine Mitgliederzahl konstant halten. In der Aktivität gab es einen Zuwachs von 13 Mitgliedern auf nun 110, wobei der Altersschnitt leicht gesenkt werden konnte.

 

Finanzverwalter Manfred Schuler, welcher nun seit einem Jahr im Amt ist, betonte, dass der Verein finanziell sehr robust aufgestellt ist. Durch das Flammkuchen- und Fährfest habe der Verein genügend Einnahmen generieren können, um auch zukünftig wichtige Investitionen tätigen zu können, namentlich in die Jugendarbeit und die Renovierung des Vereinsheims. Die Kassenprüfer Jürgen Burkart und Ralf Dirschnabel bestätigten dies.

 

Jürgen Burkart, Vorsitzender der ARGE in Neuburgweier, führte die Entlastung der Verwaltung durch. Diese erfolgte durch die Mitglieder einstimmig, bei gleichzeitiger Enthaltung der Betroffenen. Neuwahlen standen dieses Jahr keine an.

 

Wie in den letzten Jahren wurden auch dieses Jahr wieder Musiker für besonders fleißigen Probenbesuch und regelmäßige Teilnahme an den Auftritten ausgezeichnet. So überreichte Musikervorständin Sina Jeschawitz insgesamt 13 Musikern den goldenen, silbernen oder bronzenen Musikerbrief. Der Vorsitzende Markus Drescher durfte einige Mitglieder ehren, welche sich im Verein weit über das Übliche hinaus engagieren. Für seine sehr arbeitsintensive Tätigkeit als Notenwart wurde Bernhard Schof gewürdigt. Bernhard Wüst gilt der Dank des Vereins für seine Arbeit als Kantinenwirt. Adolf Neu, Peter Ret, Kurt Schlund und Bernhard Schof dankte Drescher im Namen des Vereins für ihre Tätigkeit als Überbringer von musikalischen Geburtstagsgrüßen an die Vereinsmitglieder. Die Geehrten bekamen als symbolische Anerkennung ein Weinpräsent überreicht.

Musikalischer Auftakt in das Jubiläumsjahr 2019

Festkonzert des Musikvereins Neuburgweier in der St. Ursula Kirche

800 Jahre Neuburgweier – ein außergewöhnliches Jubiläum, welches es dieses Jahr zu feiern gibt. Aus diesem Anlass lud der Musikverein Neuburgweier am Sonntag, 27. Januar 2019, zu einem Festkonzert in die St. Ursula Kirche nach Neuburgweier ein, welches als musikalischer Auftakt in das Jubiläumsjahr gut besucht war. Gemäß dem Motto wurden feierliche Orchesterwerke sowie getragene und melodische Stücke, aber auch mitreißende Kompositionen dargeboten.

Zunächst eröffnete das Jugendensemble, dirigiert von Charlotte O’Dell, den musikalischen Teil des Konzerts mit „Let it go“ aus dem Disney-Film „Die Eiskönigin“ und verschiedenen Themen aus den Harry-Potter-Filmen, komponiert von John Williams, ehe das Hauptorchester im Altarraum der Kirche Platz nahm. Unter der Leitung von Steffen Unser traf das Hauptorchester mit dem ersten Stück „Highland Cathedral“ sogleich den Geschmack des Publikums. Weiter ging es mit der „Akademischen Festouvertüre“ von Johannes Brahms, welche anlässlich dieses Jubiläums ausgewählt worden war. Nach Rachmaninows „Polka Italienne“ interpretierte das Orchester eine Vertonung des Tanzes der Hobbits im Auenland von Johan de Meij, wobei man dabei wunderbar die hiesige Auenlandschaft vor Augen haben konnte. Das Largo aus Dvořáks 9. Sinfonie „Aus der neuen Welt“ passte ebenso in die geschichtliche Einordnung dieses Ortsjubiläums, denn gerade in den Revolutionsjahren 1848/49 war Neuburgweier zu einem Sammelpunkt für Auswanderungswillige geworden, denen ein gewisser Kaufmann Maier Überfahrten vermittelte. Der Bezug zu unseren ungarischen Freunden aus Vecsés, einer der drei Partnerstädten von Rheinstetten, durfte natürlich nicht fehlen, was mit den ungarischen Rhythmen aus der „Kleinen Ungarischen Rhapsodie“ von Alfred Bösendorfer gelungen ist. Mit ruhigen Klängen aus „Irish Tune from County Derry“ ging es weiter, bevor der Musikverein zum feierlichen Abschluss das Konzert mit der „Ouvertüre 1812“ von Peter Tschaikowsky gelungen abrundete. Schließlich durfte das Hauptorchester zusammen mit dem Jugendensemble noch eine gemeinsame Zugabe geben.

An dieser Stelle auch noch einmal herzlichen Dank an Caroline Weiler, die das Publikum an diesem Abend charmant und souverän durch das Programm führte. Sie verstand es, mit klug recherchierten Fakten äußerst kurzweilig den Bezug zwischen den Musikstücken und der Geschichte Neuburgweiers herzustellen, sodass die ein oder andere Anekdote sicherlich in Erinnerung bleiben dürfte.

Ganz besonderer Dank und Anerkennung gebührt auch unserem Tubisten Kurt Schlund, der nun mit 84 Jahren etwas kürzertreten und seine aktive Musikerlaufbahn beenden möchte. Ihm wurde zuletzt vom Bund deutscher Musikverbände die Ehrennadel in Diamant für 60-jährige Aktivität verliehen und er war am Bass stets eine Stütze des Orchesters, hatte er doch kaum an einem Auftritt gefehlt. Für seine Zuverlässigkeit und Freundschaft wird er von seinen Musikkameraden sehr geschätzt und wir hoffen natürlich, dass wir Dich, lieber Kurt, als Zuhörer bei unseren Auftritten oder auch nach der Probe umso herzlicher begrüßen dürfen. Als Wertschätzung für sein Engagement, das er in all den Jahren für den Musikverein aufgebracht hatte, wurde er von unserem Vorsitzenden Markus Drescher mit einem kleinen Präsent, dem Jubiläumsbild des Orchesters und Karten für ein Sinfoniekonzert der Badischen Staatskapelle, bedacht.