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Musikalischer Auftakt in das Jubiläumsjahr 2019

Festkonzert des Musikvereins Neuburgweier in der St. Ursula Kirche

800 Jahre Neuburgweier – ein außergewöhnliches Jubiläum, welches es dieses Jahr zu feiern gibt. Aus diesem Anlass lud der Musikverein Neuburgweier am Sonntag, 27. Januar 2019, zu einem Festkonzert in die St. Ursula Kirche nach Neuburgweier ein, welches als musikalischer Auftakt in das Jubiläumsjahr gut besucht war. Gemäß dem Motto wurden feierliche Orchesterwerke sowie getragene und melodische Stücke, aber auch mitreißende Kompositionen dargeboten.

Zunächst eröffnete das Jugendensemble, dirigiert von Charlotte O’Dell, den musikalischen Teil des Konzerts mit „Let it go“ aus dem Disney-Film „Die Eiskönigin“ und verschiedenen Themen aus den Harry-Potter-Filmen, komponiert von John Williams, ehe das Hauptorchester im Altarraum der Kirche Platz nahm. Unter der Leitung von Steffen Unser traf das Hauptorchester mit dem ersten Stück „Highland Cathedral“ sogleich den Geschmack des Publikums. Weiter ging es mit der „Akademischen Festouvertüre“ von Johannes Brahms, welche anlässlich dieses Jubiläums ausgewählt worden war. Nach Rachmaninows „Polka Italienne“ interpretierte das Orchester eine Vertonung des Tanzes der Hobbits im Auenland von Johan de Meij, wobei man dabei wunderbar die hiesige Auenlandschaft vor Augen haben konnte. Das Largo aus Dvořáks 9. Sinfonie „Aus der neuen Welt“ passte ebenso in die geschichtliche Einordnung dieses Ortsjubiläums, denn gerade in den Revolutionsjahren 1848/49 war Neuburgweier zu einem Sammelpunkt für Auswanderungswillige geworden, denen ein gewisser Kaufmann Maier Überfahrten vermittelte. Der Bezug zu unseren ungarischen Freunden aus Vecsés, einer der drei Partnerstädten von Rheinstetten, durfte natürlich nicht fehlen, was mit den ungarischen Rhythmen aus der „Kleinen Ungarischen Rhapsodie“ von Alfred Bösendorfer gelungen ist. Mit ruhigen Klängen aus „Irish Tune from County Derry“ ging es weiter, bevor der Musikverein zum feierlichen Abschluss das Konzert mit der „Ouvertüre 1812“ von Peter Tschaikowsky gelungen abrundete. Schließlich durfte das Hauptorchester zusammen mit dem Jugendensemble noch eine gemeinsame Zugabe geben.

An dieser Stelle auch noch einmal herzlichen Dank an Caroline Weiler, die das Publikum an diesem Abend charmant und souverän durch das Programm führte. Sie verstand es, mit klug recherchierten Fakten äußerst kurzweilig den Bezug zwischen den Musikstücken und der Geschichte Neuburgweiers herzustellen, sodass die ein oder andere Anekdote sicherlich in Erinnerung bleiben dürfte.

Ganz besonderer Dank und Anerkennung gebührt auch unserem Tubisten Kurt Schlund, der nun mit 84 Jahren etwas kürzertreten und seine aktive Musikerlaufbahn beenden möchte. Ihm wurde zuletzt vom Bund deutscher Musikverbände die Ehrennadel in Diamant für 60-jährige Aktivität verliehen und er war am Bass stets eine Stütze des Orchesters, hatte er doch kaum an einem Auftritt gefehlt. Für seine Zuverlässigkeit und Freundschaft wird er von seinen Musikkameraden sehr geschätzt und wir hoffen natürlich, dass wir Dich, lieber Kurt, als Zuhörer bei unseren Auftritten oder auch nach der Probe umso herzlicher begrüßen dürfen. Als Wertschätzung für sein Engagement, das er in all den Jahren für den Musikverein aufgebracht hatte, wurde er von unserem Vorsitzenden Markus Drescher mit einem kleinen Präsent, dem Jubiläumsbild des Orchesters und Karten für ein Sinfoniekonzert der Badischen Staatskapelle, bedacht.